Kindliche Entwicklung

Wir gebären keine kleinen Erwachsenen. Anstatt zu bedauern, was diese kleinen Wesen noch nicht können, sollten wir ihre bereits vorhandenen Kompetenzen bewundern.

Mit dem Wissen über die kindliche Entwicklung und der jahrtausendealten Geschichte unserer Menschheit, die in uns allen steckt, zusammen mit dem Verständnis der Individualität jedes Einzelnen, können wir viele Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten und besser damit umgehen.

Dieses Verständnis für das Verhalten unserer Kinder legt den Grundstein für eine gesunde und liebevolle Beziehung. Bindungsorientiert zu sein bedeutet nicht, antiautoritär zu handeln. Dennoch steht das Kind im Mittelpunkt, und wir begleiten es mit all seinen Gefühlen auf Augenhöhe. Wir lassen es mit seinen Emotionen nicht allein und fördern damit sein Urvertrauen, seine Wurzeln.

Nur wenn unsere Kinder im völligen Vertrauen zu ihren Bezugspersonen aufwachsen, können sie lernen, sich frei, selbstbestimmt und selbständig zu entfalten, ihre Flügel auszubreiten.

Wir können unsere Kinder mit Liebe, Zuneigung und Nähe nicht verwöhnen.

Wir können jedoch verstehen, warum sie sich in manchen Situationen so verhalten, wie sie es tun. Sie folgen ihrem Impuls, was manchmal wie Manipulation oder geplantes Verhalten wirkt, jedoch rein impulsgesteuert ist. Bis zu einem bestimmten Alter ist es unseren Kindern aufgrund der Entwicklung ihres Gehirns nicht möglich, bewusst zu manipulieren. Auch später zeigen sie uns mit ihrem Verhalten einfach ihre Emotionen und wollen uns nicht beabsichtigt kränken.

Bei meinen Beratungen zu den Themen Stillen, Schlafen und Beikost beziehe ich stets die kindliche Entwicklung sowie die Individualität jedes Kindes und jeder Familie mit ein.

Ich berate euch gern zu Themen rund um die kindliche Entwicklung, das Einordnen des Verhaltens eures Kindes, die Autonomiephase, das Teilen sowie neue Handlungsansätze in Bezug auf Strafen und Konsequenzen.

„Egal wie unsinnig und frustrierend die Gefühle unseres Kindes uns erscheinen mögen, sie sind real und wichtig für unser Kind. Es ist wichtig, dass wir sie auch so behandeln.“

William Sears